Neues zum Immobiliendarlehen

Hand mit Haus und Geld und SchlüsselEine Entscheidung des Bundesgesichtshofs (BHG) vom 15.0.2012 hilft vielen Kunden eines Immobiliendarlehens weiter. Das betrifft vor allem Verträge mit der Klausel der Vorfälligkeitsentschädigung. An dieser Stelle kann dieses Urteil als Joker eingesetzt werden.

Definition

Zur Finanzierung einer Immobilie bietet sich ein zinsgünstiges Immobiliendarlehen Darlehen an. Der zweite Weg wäre der Bausparvertrag. Statistisch gesehen wird das Immobiliendarlehen am häufigsten genutzt. Es werden bei der ausgewählten Bank sowohl die Höhe des Kredites als auch die Zinsen sowie die Laufzeit festgeschrieben. Da dieser drei wichtigen Eckpunkte feststehen, bietet dieser Kredit der Vorteil, dass eine langfristige Planung der eigenen Finanzen möglich ist, denn die Monatsraten ändern sich ja nicht.

Kapital

Prinzipiell spielen für die den Preis der Immobilie zwei Faktoren eine Rolle. Zum einen ist es die monatliche Rate und zum anderen ist es das Eigenkapital.

Die Monatsrate sagt aus, wie viel Geld der Kreditnehmer monatlich zur freien Verfügung hat. Wichtig ist die Kalkulation der Zinsen. Besonders bei günstigen Angeboten sollten 0,5 % mehr eingeplant werden.

Je größer das zur Verfügung stehende Eigenkapital ist, um so günstiger gestaltet sich der Kredit. Beim Kapital kann auch Eigenleistung in Form von Arbeitsstunden angerechnet werden. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass mindestens zwischen 20 bis 40 % der Kreditsumme angespart haben. Dieser Kostenfaktor wird durch die anfallenden Nebenkosten ergänzt. Hier gehören beispielsweise auch die Kosten für den Notar dazu. In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass jedes Immobiliengeschäft notariell beglaubigt werden muss. Die Höhe des Honorars errechnet sich anteilig aus dem Kaufpreis. Es findet die Gebührentabelle für Notare entsprechend der Kostenordnung (KostO) Anwendung.

Der Vertrag

Hierbei sind die Laufzeit und die Tilgungsraten festzulegen. Die Laufzeit sollte sich nach der Höhe des Immobiliendarlehens richten. Klar ist, dass sich Laufzeit auch die Zinshöhe beeinflusst. Es ist durchaus üblich, eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren zu vereinbaren. Bei einem Vertrag dieser Laufzeit ist darauf zu achten, dass die Länge der Zinsbindungsfrist ausreichend ist. In diesem Fall ist der Kreditnehmer künftig unabhängig von Zinssteigerungen.

Bei der Festlegung der Tilgungsrate sollte man ein Mittelmaß wählen. Empfohlen werden hier mindestens 2 %. Bei einer geringeren Tilgung kann es passieren, dass zum Ende der Zinsbindung diese so hoch sind, dass es kaum noch möglich ist, die Restschuld zu begleichen. Kennen sollte man den Unterschied zwischen dem Nominalzins und dem Effektivzins. Beim Vertragsabschluss sollte man immer den Effektivzins einrechnen. In diesem sind die Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühren nämlich bereits integriert.

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